Unser Hofgut

 

Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt! Johann Wolfgang von Goethe, Dichter

 

Das Hofgut - Luxus von Zeit und Raum

Vor 25 Jahren haben wir das Konzept unseres landwirtschaftlichen Betriebes um 180° gedreht und neu ausgerichtet. Schon damals galt "immer wie mehr in einem kürzerem Zeitraum" als übliches Motto in der landwirtschaftlichen Produktion. Doch wir wollten diese Entwicklung mit unserem Land und unseren Tieren nicht mehr mitmachen und setzten unseren Fokus auf die Natur und konnten in den letzten zwei Dekaden zahreiche Erfolge erzielen: Etliche Produktionsflächen wurden extensiviert und naturnaher Lebensraum geschaffen. Unser Hof beherbergt zottelige schottische Gallowayrinder, stolze amerikanische Bisons und die trolligen Farnsburger Weideschweine. Heute setzen wir auf genügend Zeit, Naturverbundenheit und einen ehrlichen Umgang gegenüber Mensch und Tier!

 

Die Geschichte des Hofguts - Beständigkeit über 150 Jahre und 6 Generationen

Das Senngut Farnsburg hatte während den ersten Jahrhunderten seiner langen Geschichte die Aufgabe, die herrschenden Adeligen auf der Wehrburg Farnsburg mit Nahrungsmitteln aller Art zu besorgen. Erbaut von Graf Sigismund I. zwischen 1319 und 1342 diente das über der Landgrafschaft Oberbaselbiet thronende Schloss bis ins 15. Jahrhundert der Adelsfamilie Tierstein als Wohnsitz, bevor es aufgrund des Dahinscheidens der Adelsfamilie in den Besitz der Adelsfamilie Falkenstein überging. Das Schloss erhielt im Laufe der Jahre den Ruf als schwer einzunehmendes Gemäuer. So hat es zum Beispiel im Jahre 1444 eine Belagerung von einer 600 Mann starken Armee von Eidgenossen überstanden, welche kurz nach der Aufgabe der Belagerung beim St.Jakob an der Birs in die ruhmreiche Schlacht gegen die Armagnaken zogen. Wegen persönlicher Insolvenz musste Graf Thomas von Falkenstein die Burg 1461 an die Stadt Basel verkaufen, deren Öbervögte sie noch bis zum Anfang des 18. Jahrhundert bewohnten. Zu Zeiten der französischen Revolution jedoch stieg der Unmut der unterdrückten Bauern gegenüber den städtischen Herren, was schliesslich im Jahre 1798 in der Erstürmung und dem totalen Niederbrennen der Farnsburg endete. Einer Sage zufolge sollen die Bauern im Innern der Burg auf die Vögtin gestossen sein, welche sie aber gnädigerweise in die Freiheit entlassen haben sollen. Sie sollen der Dame sogar noch erlaubt haben, eine Hutte mit ihren liebsten Dingen zu füllen, woraufhin sie kurzerhand den kleinwüchsigen Ehemann hineinbugsiert und ihn so vom Zorn der Bauern gerettet haben soll.

 

 

 

Im Jahre 1864 erwarb Johann Jakob Dettwiler aus Reigoldswil das Senngut inklusive der Ruinen der einst so stolzen Burg. Als zusätzlicher Verdienst bot die Urgrossmutter in den Neunzigerjahren des vorletzten Jahrhunderts den Spaziergänger hausgemachten Käse und Brot mit Wein oder Most an.Um 1900 entstand unter ihrer Leitung aus dem einfachen Unternehmen ein renommiertes Kurhaus, in dem begüterte Berliner und Basler Aristokratenfamlien ihre Sommerferien verbrachten. Dank dem grossem fachlichen Können der Grosseltern entwickelte sich der «Farnschberg» zu einem fortschrittlichen Landwirtschaftsbetrieb. Dieser wurde in jeder Epoche nach den neusten Erkenntnissen bewirtschaftet. So hatte man auf dem Farnsberg eine der besten Freiberger Pferdezuchten, gefolgt von einer Spitzenzucht im Milchviehbestand. Im Zeitalter der Mechanisierung fuhr der erste Mähdrescher vom Oberbaselbiet auf dem Hofgut und die erste Melkmaschine der Region verrichtete im Farnsburger Stall ihre Arbeit. Das Hofgut und der  Landgasthof wurden von unseren Eltern Hanni und Fritz Dettwiler im selben Rahmen weitergeführt und stetig erweitert, bis im Jahre 1985 Markus Dettwiler den Hof übernahm und mit Theres Dettwiler den Wechsel von der Milchwirtschaft zur Direktvermarktung von Freilandfleisch und einer ökologischen Landbewirtschaftung vollzog.

 

 

Doch was ist nun aus dem Schloss geworden? Als beliebtes Ausflugsziel erfüllt die ehemalige Wehrburg immer noch die Herzen von Jung und Alt, die schon immer gerne einmal als Ritter auf der Ruine umherstreifen wollten oder sich trauen, in das Kerkerloch hinabzusteigen und nachher heil wieder hinauszukommen. Die ehemalige Wehrburg bietet auch jedem Wanderer ein gutes Plätzchen für eine Verschnaufspause mit atemberaubendem Ausblick an. Und wer sich nachts zur Geisterstunde auf die Ruine wagt, der kann mit etwas Glück bei Vollmond dem fünfbeinigen Schlosshündchen begegnen (Tipp: niemals in die Augen schauen!). Doch vielleicht galoppiert auch einmal der weisse Geisterritter auf seinem dreibeingen Pferd über die Prärie der oberen Burgwiese. Er soll jedoch zuletzt von unserem Urgrossonkel Walter Dettwiler gesichtet worden sein.

 

 

Mehr zur Ruine Farnsburg finden sie hier.