Amerikanischer Präriebison

Amer-Bisons

"Gesucht haben sie uns nicht, die Dettwilers, wir sind uns zufällig begegnet. Und sie sind unserem Charme einfach erlegen. Und sie wussten, nur wir sind die Richtigen für die Farnsburg. Mit unserer kraftvollen Erscheinung, den tiefbraunen, wachen Augen, dem zottigen und doch so feinen Fell, und unserer fast unbeeinflussbaren, stoischen Ruhe (man darf sich nur nicht täuschen lassen), beeindrucken wir sie immer wieder aufs Neue."

 

» Zur Geschichte der Bison

 

Die sanften Wilden von der Farnsburg - für mich die beste Beschreibung! - Markus Dettwiler

 

Wild bleibt wild!
Bison sind und bleiben Wildtiere! Sie sind stets mit dem nötigen Respekt und Abstand zu betrachten. Man muss sich ständig in das Herdenverhalten dieser Wildtiere eindenken, sonst sind Unfälle vorprogrammiert. Dies ist eine tägliche Herausforderung und das macht die Bisonhaltung für das Hofgut auch so spannend.

 

Überlebenskünstler und Kraftpaket

Die Bisons leben in einer halbextensiven Haltung. Die Weidefläche ist zu klein, als dass sich die Bisons das ganze Jahr nur von diesem Gras ernähren könnten. Im Winter müssen sie zusätzlich Heu und Stroh nachversorgt werden. Der Bison kann aus qualitativ schlechtem Futter mehr aufnehmen als die hiesigen Kühe, muss er doch in der freien Wildbahn auch im Winter mit spärlicher, nährstoffarmer Nahrung auskommen. Er ist somit ein ausgezeichneter Futterverwerter. Pralle Sonne vertragen die Bisons gut, doch falls es sich anbietet, gehen sie aber lieber für einige Stunden in den Schatten. Der Winter ist kein Problem für sie. Im Gegenteil, Schnee bereitet den Kraftpaketen ein besonderes Vergnügen, nach dem Motto „Je kälter desto lieber“.

 

Verantwortungsvolle Herdentiere

Die Trächtigkeit der Bisonkuh ist um 10 Tage kürzer als die unserer Hausrinder und beträgt etwa genau neun Monate. Die Geburtszeit fällt in die Monate Mai und Juni. Beim Abkalben kann man der Bisonkuh in keiner Weise helfen, da sie keine menschliche Nähe duldet. In der Regel hat eine Kuh in drei Jahren zwei Junge. Geschlechtsreif werden Bulle und Kuh mit 3.5 Jahren, wobei ein ausgewachsener Bulle von etwa 10 Jahren ein Gewicht von 1’200 – 1’500 kg und ein Stockmass bis zu 1,8 m erreicht. In der freien Natur kann ein Bison bis zu 20-jährig werden, in Gefangenschaft liegt das Durchschnittsalter etwas höher. Mit den Bisons hat das Hofgut eine Nischenproduktion auf der extensiven Ebene aufgebaut. Die kleinen Bullen werden zur Fleischproduktion aufgezogen, während die Kühe in die Herde integriert werden. Die Schlachtreife erreicht ein Tier mit ca. 3 ½ Jahren.  Neben dem Fleisch werden auch Fell, Knochen und Innereien verarbeitet. Die so genannten Schlachtnebenprodukte werden von Personen umgearbeitet, die den indianischen Lebensweisen nahe stehen.

 

Eindrücke der gigantischen Prärietiere: